– Produktionsresidenz2020-04-29T12:31:08+00:00

Produktionsresidenz

Jedes Jahr ist eine Produktionsresidenz für Tanz ausgeschrieben, die sich thematisch mit der Region Vorpommern und ihren Menschen auseinandersetzt.
In Form eines Stipendiums bietet sie auf Schloss Bröllin Arbeitsräume und Unterbringung sowie Stipendiengeld,  ein Produktionsbudget und ein begleitendes Beratungsprogramm. Ziel ist es, eine Verbindung zu schaffen zwischen choreografischer Praxis, Recherche und künstlerischer Produktion. Der Produktionsprozess wird von Mentor*innen und weiter qualifizierenden Veranstaltungen begleitet.
Zum Abschluss der Residenz präsentiert die Tanzkompanie/ Choreograf*in eine abendfüllende Produktion, die in Kooperation mit dem Theater Vorpommern an vier Orten in der Region zur Aufführung kommt.

2020 wählte eine Fachjury (Sabine Gehm, Dr. Sascha Löschner, Martin Stiefermann, Dörte Wolter) aus über zwanzig internationalen Bewerbungen das Projekt GRENZ.LAND aus, ein transdisziplinäres Tanzstück mit Livemusik, Video und Installationen.

2020
GRENZ.LAND
Ein audiovisuelles Tanzstück und Installation

von 12H Dance, Tzavara, Ziepert & Decrustate

Grenzen haben Konjunktur. Seit sich Deutschland mit einer steigenden Zahl von Schutzsuchenden konfrontiert sieht, gibt es Tendenzen, sich immer mehr abzuschotten. Das Stück GRENZ.LAND nimmt diese Entwicklung zum Ausgangpunkt, um sich mit dem Phänomen der Grenze in unserer heutigen Gesellschaft zu beschäftigen – nicht nur als geografische Trennung zwischen Nationalstaaten, sondern auch innerhalb Deutschlands.

Im Mittelpunkt stehen dabei Aspekte wie Zugehörigkeit und Ausschluss sowie die Frage mit welchen Grenzen sich „Zugezogene“ konfrontiert sehen. In Mecklenburg Vorpommern gibt es viele „Zugezogene“, einige von ihnen sind es vielleicht erst vor kurzem, andere schon vor Jahrzehnten, manche vor Generationen. Im Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern dieser Region entsteht dieses multimediale Tanzstück, begleitet von Kunst und Videoinstallationen im öffentlichen Raum.

Dazu haben sich Künstler*innen unterschiedlicher Sparten zusammengefunden: das deutsch-argentinisch-koreanische Chorografenduo Yamila Khodr und Moonsuk Choi (12H Dance Company), die griechische Videokünstlerin Erato Tzavara, der Berliner Musiker Albrecht Ziepert und die Objektkünstlerin Anneli Ketterer (KunstAcker/Decrustate) aus Bröllin.

Voraufführung: 31. Juli 2020 Schloss Bröllin
Premiere: 07. August 2020 Theater Vorpommern in Greifswald
Weitere Vorstellungen:
08. August 2020 Theater Vorpommern in Greifswald
12./13. August 2020 Theater Vorpommern in Stralsund
17. August 2020 Theater Putbus

Mitwirkende
Choreografie: Moonsuk Choi, Yamila Khodr (12H Dance Company)
Tanz: Moonsuk Choi, Yamila Khodr, Charlie Prince
Visual Design/Mapping: Erato Tzavara
Komposition/Sound Design: Albrecht Ziepert
Objekte/Installation: Team in Zusammenarbeit mit KunstAcker/Decrustate
Technische Produktionsleitung: Jones Seitz – gefährliche arbeit
Mentoring: Martin Stiefermann, Sabine Gehm

Die Tanzkompanie 12H Dance Company wurde 2018 von Yamila Khodr und Moonsuk Choi in Berlin gegründet. Beide tanzten als Solisten am Ballett des Saarländisches Staatstheaters (SST) und in verschiedenen anderen Compagnien, bevor sie begannen, mit ihren eigenen choreografischen Arbeiten erfolgreich international touren.
Der Musiker und Komponist Albrecht Ziepert arbeitet für zeitgenössische Tanzkompanien, Theaterproduktionen und Orchester sowie als Komponist und musikalischer Leiter u.a. am Deutschen Theater Berlin, Deutschen Nationaltheater Weimar, Konzerttheater Bern und an den Münchner Kammerspielen.
Die in Athen und London lebende Videokünstlerin Erato Tzavara ist auf digitale Szenographie und Bewegtbildtechniken für Live-Performances im Bereich Tanz, Theater und Musik spezialisiert. Dabei mischt sie analoge Ästhetik mit digitalen Kompositionsmitteln.
Die Objektkünstlerin Anneli Ketterer arbeitet seit 20 Jahren an Kunstprojekten auf drei Kontinenten der Erde. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Erstellung von Erdobjekten, sogenannten Decrustaten, mit denen sie zu einer veränderten Wahrnehmung und einem sinnlichen Begreifen unserer Umwelt anregt.
Als Video- und Lichtdesigner* arbeitet Jones Seitz an der technisch-künstlerischen Schnittstelle in Theater, Performance und Installation und übernimmt die technische Leitung/ Produktionsleitung freier Projekte. 2019 gründete sie* zusammen mit Rosa Wernecke das FLINT* -Technik- Netzwerk gefährliche arbeit.

Ein Projekt von VORPOMMERN TANZT AN –movin‘ bröllin -TANZPAKT Stadt-Land-Bund unterstützt vom Arts Council Korea.

2019

SUPERGRÜN
Tanzstück von Juli Reinartz